Leadership – Emotionale Intelligenz

vom 29. Juni 2014

EI ist derzeit sehr populär. Dies hat unter anderem damit zu tun, dass wir uns in unserer schnelllebigen Welt und der uns umgebenden Komplexität sehr gut steuern müssen, um mit den überrollenden Informationen, Kontakten etc. gut umgehen zu können.

Wir sind soziale Wesen und als solche auf Beziehungen angewiesen. Beziehungen sind eng an Emotionen geknüpft und emotionale Intelligenz bestimmt ganz stark, wie wir mit diesen Beziehungen umgehen.

In vielen Studien der jüngeren Zeit über Führungskräfte rangiert Emotionale Intelligenz weit oben, während IQ oder auch andere technische Fertigkeiten weiter unten liegen.
CEO´s are hired for their intellect and business expertise – and fired for a lack of emotional intelligence„.

Daniel Goleman, einer der führenden Vertreter der Emotionalen Intelligenz, hat vier Felder der Emotionalen Intelligenz beschrieben, die es zu lernen gilt, um eine effiziente Führungskraft zu werden. Dabei sagt er, dass dies die Grundlage ist, auf der dann sicherlich auch der IQ und manageriale Methoden und Tools aufbauen müssen:

1. Selbstbewusstheit

  • Emotionale Selbstbewusstheit

2. Selbstmanagement

  • Emotionale Selbstkontrolle
  • Anpassungsfähigkeit
  • Leistung/Erfolg
  • Zuversichtlicher Ausblick

3. Beziehungsmanagement

  • Inspirierendes Leadership
  • Einflussnahme
  • Konfliktmanagement
  • Kooperation und Teamarbeit

4. Soziale Bewusstheit

  • Empathie
  • Bewusstheit über die Organisation bzw. den organisationalen Kontext

Immer noch hat der Begriff emotionale Intelligenz in Unternehmen einen Beigeschmack.

Schaut man sich jedoch die Realität an, so sind viele Fehler oder Fluktuationen im Unternehmen darauf zurück zu führen, dass fehlende Kooperation oder Inspiration oder auch emotionale Selbstkontrolle zu Demotivation und innerer Kündigung bis hin zu Burnout geführt haben. Es hat sich etwas in der Unternehmenswelt verändert: die Hierarchien sind flacher geworden, der Mitarbeiter wird mehr zur Mitarbeit aufgefordert und die Wissensgesellschaft und die Wissensarbeiter brauchen eine neue Art der Führung, nämlich mit Herz und Verstand.

Emotionen sind überlebenswichtig, sie steuern unser Verhalten und geben uns wichtige Hinweise, bspw. auf eine Schlange im Gebüsch – wir sind sofort hellwach. Wiir spüren unsere Angst und gleichzeitig unterstützt diese Angst unsere Vorsicht, mit der Situation angemessen umzugehen. Wir gehen aus einem Meeting und haben ein seltsames Bauchgefühl. Es liegt nun an uns, dies wahrzunehmen, ernst zu nehmen und uns zu fragen, was genau dies verursacht hat und ggf. daraus resultierend Schritte einzuleiten. Emotionen sind als veränderte Wahrnehmungen im Körper zu spüren und geben uns direkte Hinweise auf etwas. Oft überhören wir diese Signale oder interpretieren Sie so, dass sie uns zum Hindernis oder Vorteil werden. In der Regel jedoch erscheinen die Emotionen immer wieder, solange, bis wir eine Klärung herbeigeführt haben – entweder mit uns selbst oder mit einer anderen Person/Gruppe.
Insofern spielen Emotionen und der Umgang damit eine entscheidende Rolle, wie eine Führungskraft ihre Funktion ausgestaltet.

Daniel Goleman hat in vielen Untersuchungen festgestellt, dass je höher die Position einer Führungskraft ist, desto mehr hat die EI Auswirkung auf das Gelingen und den Erfolg seiner Aktivitäten.
David McClelland (Forscher für menschliches und organisationales Verhalten) stellte fest, dass, wenn eine kritische Masse an EI bei Managern vorhanden ist, die Erfolgsrate um 20% höher lag.

 

Beitrag von Liane Stephan

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